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Allgemeine Informationen der Berufsausbildung

Eintragung in die Lehrlingsrolle


Entsprechend BBIG § 11 hat der Ausbildungsbetrieb unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages, spätestens vor Beginn der Berufsausbildung den Vertrag schriftlich niederzulegen.
Die Formulare der Berufsausbildungsverträge sind in der Kreishandwerkerschaft erhältlich.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, den digitalen Ausbildungsvertrag der Handwerkskammer Schwerin mit Hilfe der kostenlosen Download-Datei an Ihrem PC auszufüllen.

 

 

Ärztliche Untersuchung

Jugendliche dürfen nur ausgebildet oder beschäftigt werden, wenn die Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung vorliegt. Die Bescheinigung darf zu Beginn der Beschäftigung nicht älter als 14 Monate sein.
Ein Berufsausbildungsvertrag darf in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse nur eintragen werden, wenn die Bescheinigung den Antragsunterlagen beigefügt ist.
Spätestens vor Ablauf eines Jahres nach Aufnahme der Ausbildung oder Beschäftigung muss die Bescheinigung über die Nachuntersuchung vorgelegt werden. Die Nachuntersuchung muss innerhalb der letzten 3 Monate des ersten Ausbildungsjahres stattfinden. Der Arbeitgeber sollte deshalb Lehrlinge 9 Monate nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nachdrücklich auf diesen Zeitpunkt hinweisen und auffordern, die Nachuntersuchung durchführen zu lassen.

 

 

Lehrbeginn

Als Empfehlung geben wir den 1. September des Jahres. Eine Ausnahme hierbei sind die Bauberufe. Hier wird ein Ausbildungsbeginn zum 1. August empfohlen.

 

 

Probezeit

Die Probezeit ist fester Bestandteil der Ausbildungszeit. In dieser Zeit haben der Abreitgeber und der Lehrling die Möglichkeit, sich Sicherheit darüber zu verschaffen, ob Ihre Wahl die richtige war. Die Dauer der Probezeit beträgt mindestens 1 Monat, höchstens 4 Monate.
Das Berufsausbildungsverhältnis kann während der Probezeit beidseitig ohne Angaben von Gründen schriftliche gekündigt werden.

 

 

Ausbildungsvergütung

Der Ausbildende hat dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren.
Die Höhe der Ausbildungsvergütung richtet sich nach den tarifvertraglichen Regelungen bzw. den jeweils empfohlenen Sätzen der Fachverbände für das entsprechende Handwerk. Die Vergütung ist ziffernmäßig anzugeben und sollte sich jährlich erhöhen.

 

 

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit für Jugendliche ist grundsätzlich auf 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich begrenzt. Das gilt auch für Betriebe mit gleitender Arbeitszeit. Ist allerdings die Arbeitszeit an einzelnen Werktagen auf weniger als 8 Stunden verkürzt, können Jugendliche an den übrigen Werktagen bis zu 8,5 Stunden beschäftigt werden.
Jugendliche dürfen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen nicht beschäftigt werden. Ausnahmen siehe JArbSchG § 16-18
Volljährige Lehrlinge (also über 18 Jahre) können grundsätzlich:
•    vor der Berufsschule, wenn der Unterricht an diesem Tag um 09:00 Uhr oder später beginnt,
•    nach der Berufsschule und
•    in Blockunterrichtswochen
noch im Betrieb beschäftigt werden. Eine Anrechnung erfolgt nur noch auf die nach dem Arbeitszeitgesetz höchstzulässige Arbeitszeit von grundsätzlich 48 Stunden wöchentlich, solange nicht der Tarifvertrag oder der individuelle Ausbildungsvertrag ausdrücklich bestimmt, dass die Berücksichtigung der Berufsschulzeit in Bezug auf die kürzere tarifliche oder betriebliche Arbeitszeit gewollt ist.
Bei der Anrechnung sind nur noch die
•    tatsächlichen Unterrichtszeiten in der Schule
•    ohne Pausen und
•    ohne Wegzeiten
zu berücksichtigen.
Demnach kann also der volljährige Lehrling nach der Berufsschule noch im Betrieb ausgebildet werden. Hierbei greift jedoch der Zumutbarkeitsgrundsatz. Eine Rückkehr in den Betrieb ist dann nicht erforderlich, wenn die nach dem Berufsschulunterricht verbleibende Restzeit in der Ausbildungsstätte nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann, z.B. aufgrund übermäßiger Wegezeiten. Dann kann diese Zeit nachgearbeitet werden.

 

 

Urlaub

Urlaubsanspruch der Auszubildenden

Merkblatt - Download

 

 

Anmeldungen

a) bei der Beruflichen Schule: Alle Lehrlinge müssen durch den Ausbildungsbetrieb in der zuständigen Beruflichen Schule angemeldet werden. Die zuständige Schule ist in der Kreishandwerkerschaft zu erfragen. Der Lehrbetrieb hat den Lehrling für die Teilnahme am Unterricht freizustellen.
b) bei der Berufsgenossenschaft: um zu gewährleisten, dass der Lehrling vom ersten Tag an unfallversichert ist.
c) bei der Innungskrankenkasse

 

 

Lohnsteuerkarte

Anforderung der Lohnsteuerkarte vom Lehrling

 

 

Belehrung

Belehrung über Betriebsordnung, Unfallgefahren und Unfallverhütung durchführen
Die Unterweisungen sind in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber halbjährlich, zu wiederholen und schriftlich zu dokumentieren.

 

 

Fahrt- und Unterbringungskosten zur Berufsschule

Für ggf. anfallende Fahrt- und Unterbringungskosten für die Teilnahme am Berufsschulunterricht muss der Auszubildende selbst aufkommen.

 

 

Berufsbekleidung

Wird vom Ausbildungsbetrieb eine besondere Berufskleidung vorgeschrieben, so wird sie von ihm  zur Verfügung gestellt.

 

 

Bereitstellen von Ausbildungs- und Prüfungsmitteln

Der Ausbildungsbetrieb hat dem Lehrling kostenlos die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Gesellenprüfungen erforderlich sind. Zu den Ausbildungsmitteln gehören unter anderem auch Berichtshefte (Ausbildungsnachweishefte), Zeichen- und Schreibmaterial sowie Fach- und Tabellenbücher, die für die Ausbildung in der Ausbildungsstätte gebraucht werden.

 

 

Ausbildungsnachweishefte (Berichtshefte)

Berichtshefte sind in der Form von Ausbildungsnachweisen zu führen und in der Kreishandwerkerschaft erhältlich. Die Führung von Ausbildungsnachweisen ist gesetzlich vorgeschrieben.
1.    Der Ausbildungsnachweis ist vom Lehrling wöchentlich zu führen. Der Ausbilder hat den Ausbildungsnachweis mindestens monatlich zu prüfen und abzuzeichnen.
2.    Durch eine entsprechende Rubrik im Ausbildungsnachweis ist dafür Sorge zu tragen, dass auch der gesetzliche Vertreter des Lehrlings sowie die Berufsschule in angemessenen Zeitabständen von den Ausbildungsnachweisen Kenntnis erhalten und dies unterschriftlich bestätigen können.
3.    Der Ausbildungsbetrieb muss dem Auszubildenden während der Ausbildungszeit Gelegenheit geben, die Ausbildungsnachweise zu führen.
4.    Unvollständige bzw. fehlende Ausbildungsnachweise können die Nichtzulassung zur Gesellenprüfung zur Folge haben (§8, §9, §12 GPO).


Anzahl der Monatsberichte: entsprechend dem Beschluss der jeweiligen Innung

Körperschaft des öffentlichen Rechts Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd
Postanschrift: Lindenstraße 1 - 19288 Ludwigsust
Telefon: 03874/ 47 311 - Telefax: 03874/ 47 313 - E-Mail: info@khs-wms.de

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