42 junge Handwerkerinnen und Handwerker in den Gesellenstand erhoben
Zunftkleidung, stolze Gesichter und besondere Auszeichnungen bei der Gesellenfreisprechung
Ein schönes Bild boten in diesem Jahr die zahlreichen jungen Handwerkerinnen und Handwerker, die in Zunftkleidung erschienen waren. Auch Uwe Lange, Präsident der Handwerkskammer Schwerin, hielt seine Festrede in Zunftkleidung. Er sprach über die Stärke eines Handwerks, dessen Menschen zusammenhalten, und rief die neuen Gesellinnen und Gesellen dazu auf, diesen Zusammenhalt weiterzutragen.
Handwerkskammerpräsident Uwe Lange verwies zudem auf die Entwicklung der Ausbildung im Handwerk: Bereits im vierten Jahr in Folge seien die Ausbildungszahlen gestiegen, in diesem Jahr erneut um zehn Prozent. Den frischgebackenen Fachkräften empfahl er, zunächst Erfahrungen im Beruf zu sammeln und dabei ihre weiteren Möglichkeiten im Blick zu behalten. Ein späterer Meisterabschluss sei ein Weg mit vielen Chancen und einem Studium gleichwertig.
Kreishandwerksmeister Reiko Ehbrecht hatte die Feier zuvor mit einer persönlichen Botschaft an die Absolventinnen und Absolventen eröffnet. Niemand müsse heute schon wissen, wohin ihn der berufliche Weg in fünf oder zehn Jahren führe. Entscheidend sei die Grundlage, die sie sich mit ihrer Ausbildung geschaffen hätten: „Ihr habt ein Handwerk gelernt. Ihr könnt etwas. Und dieses Können kann Euch keiner mehr nehmen.“
Ehbrecht dankte den Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften, ehrenamtlichen Mitgliedern der Gesellenprüfungsausschüsse und Familien, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet hatten. Nach der Festrede sprach er die Absolventinnen und Absolventen nach altem Handwerksbrauch von ihren Verpflichtungen als Lehrlinge frei und erhob sie in den Gesellenstand.
Besonderer Applaus galt anschließend drei Gesellen mit herausragenden Prüfungsergebnissen: Als Innungsbeste wurden Raumausstatterin Ann-Charlott Moll und Maurer Carlo Schwarz ausgezeichnet. Tischler Marc-Andre Bolt erhielt die Auszeichnung als Jahrgangsbester über alle Gewerke. Alle drei bekamen eine Urkunde, einen gewerksspezifischen Pokal und Gutscheine.
Für unsere jungen Gesellinnen und Gesellen ist die Freisprechung ein besonderer Moment: Sie haben ihre Ausbildung geschafft, und das feiern wir gemeinsam mit ihren Familien. Dass so viele diesen Anlass mit uns teilen und die Feier mit großer Wertschätzung begleiten, zeigt uns, wie lebendig diese Tradition ist“, sagte Geschäftsführer Michél Krüger.
Unter den Gästen war zudem Landrat Stefan Sternberg. Mit seiner Teilnahme unterstrich er die Bedeutung des Handwerks und seiner Nachwuchskräfte für den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte erneut die Musikschule Rock-Pop-Schmiede. Nach der Feier klang der Abend bei Glückwünschen, einem Sektempfang und Buffet sowie vielen guten Gesprächen aus.