Nachwuchs im Metallhandwerk legt kräftig zu: 24 neue Azubis in Ludwigslust-Parchim
Die erfreuliche Entwicklung in der Region fügt sich in einen landesweiten Trend ein. In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet das Handwerk steigende Ausbildungszahlen. Bereits 2025 legte die Zahl der neuen Ausbildungsverträge zu. Dieser Trend setzt sich 2026 fort: Zur Jahresmitte waren landesweit 972 neue Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen – 11,2 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Für die Metall-Innung Westmecklenburg-Süd ist die Entwicklung ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass die beruflichen Perspektiven im Handwerk bei Jugendlichen wieder stärker in den Blick rücken und die Ausbildungsbereitschaft der regionalen Betriebe auf Interesse trifft.
Doch nicht nur die Zahl der neuen Metallbauer aus Ludwigslust-Parchim konnte sich sehen lassen. Insgesamt wurden bei der gemeinsamen Lehrjahreseröffnung 68 neue Auszubildende aus dem Kammerbezirk Schwerin in den Berufen Metallbauer sowie Land- und Baumaschinenmechatroniker begrüßt. Mit 166 Teilnehmern war die Veranstaltung im BTZ sehr gut besucht.
Neben den neuen Auszubildenden waren auch die Ausbildungsbetriebe eingeladen. Damit ging es an diesem Tag nicht allein um Informationen zum bevorstehenden Ausbildungsweg. Die Lehrjahreseröffnung bot zugleich Gelegenheit, diejenigen kennenzulernen, die in den kommenden Jahren gemeinsam Verantwortung für eine erfolgreiche Ausbildung tragen. Auszubildende, Betriebe, Ausbilder des BTZ sowie Vertreter der Innungen und Gesellenprüfungsausschüsse konnten miteinander ins Gespräch kommen und erste Kontakte knüpfen.
Was die Nachwuchshandwerker in den kommenden dreieinhalb Jahren erwartet, erfuhren sie anschließend ganz konkret: Vorgestellt wurden der Ablauf der Ausbildung, die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung und die Anforderungen der späteren Gesellenprüfung. Darüber hinaus erhielten die Auszubildenden Informationen über die Aufgaben von Innungen, Kreishandwerkerschaften, Fachverbänden und Handwerkskammer. Bei einem Rundgang durch die Lehrwerkstätten lernten sie außerdem die Bereiche des BTZ kennen, in denen künftig ein Teil ihrer praktischen Ausbildung stattfinden wird.
Zum offiziellen Start erhielten die neuen Lehrlinge ihre persönliche Willkommensurkunde sowie noch eine Lunchbox. Beim anschließenden gemeinsamen Buffet blieb ausreichend Zeit für Gespräche und ein ungezwungenes Kennenlernen.
Organisiert wurde die Lehrjahreseröffnung gemeinsam von den zuständigen Metall-Innungen der Kreishandwerkerschaften Westmecklenburg-Süd, Güstrow, Schwerin und Nordwestmecklenburg-Wismar sowie den beteiligten Partnern im BTZ.
Die diesjährige Lehrjahreseröffnung machte damit vor allem eines deutlich: Das Handwerk hat jungen Menschen etwas zu bieten und immer mehr von ihnen erkennen die Chancen, die ihnen eine handwerkliche Ausbildung eröffnet.